"Lieber Gott,
gib mir die Gelassenheit hinzunehmen, was ich nicht ändern kann, den Mut zu ändern, was ich ändern kann, und die Weisheit, zwischen beidem zu unterscheiden."
(Vanessa Damphousse im Gebet)


121-Hawks.jpg

In einer Tiefe von mehr als 150 Metern unter der Oberfläche des Planeten Daedalus kämpfen sich die Marines der 58. Staffel, unter der Führung von Lieutenant Shane Vansen durch ein Höhlenlabyrinth. Dabei werden sie von einer Gruppe der außerirdischen Chigs verfolgt, die bereits die Soldaten der 23. Staffel abgeschlachtet haben.

Durch eine Explosion, ganz in der Nähe, wird Cooper Hawkes, der an der Spitze geht, verschüttet. Seine Kameraden, Shane Vansen, Vanessa Damphousse, Nathan West, Kelly Winslow und Paul Wang, binden ein Seil um seine Beine und ziehen ihn zurück. Während der In-Vitro noch zu Atem kommen muss, übernimmt Vansen nun die Spitze der Gruppe und führt sie weiter durch das Höhlensystem.

122-farben.jpg

Bald darauf durchbricht Vansen eine Wand aus lockerem Geröll und die Gruppe erreicht einen größeren Höhlenraum, in dem sich die 46. Staffel der Marines zurückgezogen hat. Als ranghöherer Offizier übernimmt Captain Kremens, der Befehlshaber der 46. Staffel, nun den Befehl über beide Gruppen und fordert den Rest der Marines auf, ihm zu folgen. Dabei sieht Vanessa Damphousse plötzlich ein merkwürdiges, violettes Leuchten um den Offizier herum.

Als der Führungsoffizier sich durch ein Loch im Boden zu einem tiefer gelegenen Tunnel herablassen will, versucht ihn Damphousse davon abzuhalten, indem sie ihm ein lautes "Nein" zuruft. Sie hat das unbestimmte Gefühl, dass etwas dort unten nicht stimmt. Wieder sieht sie dabei das violette Glühen, diesmal intensiver. Sie versucht Vansen dazu zu veranlassen, sie zu unterstützen.

123-Granate.jpg

Der Offizier hingegen reagiert ungehalten. Er ermahnt Damphousse eindringlich, nicht seinen direkten Befehl zu verweigern. Gleich darauf lässt er sich durch das Loch im Boden hinunter in die dortige Höhle. Einige seiner Leute folgen ihm, als ein verborgener Chig-Soldat eine Granate durch ein bisher unentdecktes Loch in der Decke, direkt über dem Bodenloch, hinabfallen lässt. Die Granate explodiert und tötet die hinabgestiegenen Marines. Die Überlebenden blicken Damphousse teils überrascht teils fassungslos an, weil sie sich fragen, woher diese von der Falle gewusst haben könnte.

124-Debrefing.jpg

Im Anschluss an die gefährliche Mission führt Lieutenant-Colonel Tyrus Cassius McQueen eine Anhörung mit Vanessa Damphousse durch. Er will von ihr wissen, weshalb sie ihre Kameraden daran gehindert hat, dem Leiter der Mission in die nächstuntere Ebene zu folgen, was einer Befehlsverweigerung gleichkommt. Damphousse kann jedoch nicht eindeutig definieren, was es war. Sie erklärt ihrem Vorgesetzten, dass sie lediglich seltsame Farben um die Soldaten der 46. Staffel herum gesehen habe, und dass sie dass Gefühl hatte, etwas sagen zu müssen. McQueen vermutet, dass Damphousse eine Vorahnung hatte, doch Vanessa gibt an , dass es mehr für sie war und dass es ihr Angst gemacht hat.

Der Lieutenant-Colonel scheint nicht so recht überzeugt von dieser Beschreibung zu sein. Dennoch versichert er Damphousse, für seinen Bericht eine Erklärung für da Unerklärbare zu finden. Er beruhigt die Frau und fordert von ihr, sich keine Sorgen zu machen. Als Vanessa Damphousse sich bei McQueen besorgt erkundigen will, ob etwas nicht mit ihr stimmt, erahnt ihr Vorgesetzter, was sie ihn fragen will. Er kommt ihr zuvor und erklärt das Phänomen damit, dass sie unter Stress gestanden habe.

126-Lubin sauer.jpg

In ihrem Quartier unterhalten sich die Angehörigen der Wildcards inzwischen darüber, was es gewesen sein könnte, das Damphousse zu ihrer seltsamen Reaktion, während des Einsatzes verleitet hat. Auch sie vermuten, dass es sich um eine Art Vorahnung handelte. Als Damphousse bei ihnen erscheint gibt Lubin, der einzige Überlebende der 46. Staffel, der nun bei den Wildcards dient, Vanessa die Schuld daran, dass seine Kameraden gestorben sind. Er behauptet, dass sie den Kameraden nicht das Leben gerettet habe, sondern die Chigs überhaupt erst durch ihr Veralten auf sie aufmerksam machte.

127-ColonelBurke.jpg

Kurze Zeit später landet ein Truppentransporter an Bord der SARATOGA. Er bringt einen Colonel namens Matt Burke an Bord, der umgehend mit McQueen aufsucht. Er will, im Zuge einer Voruntersuchung, umgehend mit Vanessa Damphousse reden, worüber McQueen nicht sonderlich begeistert ist. McQueen will bei dem Gespräch dabei sein, was der Colonel rigoros abschmettert. Er will sich allein mit Vanessa unterhalten.

Wenig später spricht Burke mit der Pilotin unter vier Augen. Nach einigen einleitenden Floskeln kommt der Colonel rasch auf den Punkt. Er will von Vanessa Damphousse wissen, warum sie auf dem Planeten Daedalus nicht in den Tunnel wollte, wie es der Befehl vorgesehen hat. Damphousse gibt an es nicht zu wissen. Colonel Burke hakt nach und erkundigt sich bei Vanessa, ob es eventuell mit "anormaler Intuition" zu tun haben könnte. Vanessa weiß darauf keine Antwort zu geben, da sie sich darüber selbst nicht im Klaren ist.

129-Kameraden.jpg

Inzwischen erkundigen sich die übrigen Mitglieder der Wildcards bei McQueen, wer dieser Colonel ist, der Vanessa verhört. Der Lieutenant-Colonel vermutet, dass Burke von der Dienstaufsicht ist. Vanessas Kameraden wollen sich für sie einsetzen. McQueen lehnt das mit der Begründung ab, dass Burke nur Fakten interessieren. Er beruhigt seine Staffel, indem er meint, dass sich Burke, falls er keine plausible Erklärung für Vanessas Verhalten findet, er sich notfalls etwas aus den Fingern saugen würde, um anschließend wieder abzuhauen.

1210-Verhoer2.jpg

Inzwischen geht Burke mit Vanessa Damphousse noch einmal sämtliche Details der Mission durch. Dabei will er ganz genau wissen, wer sich wan an welcher Position im Labyrinth auf Daedalus aufhielt. Er streut jedoch bei seinen Detailfragen zur Mission unerwartet auch vollkommen private Fragen mit ein, die mit der Mission auf Daedalus in keinerlei Zusammenhang stehen. So will er wissen, welches Verhältnis Vanessa zu ihrem Vater gehabt hat. Als die Fragen des Colonels zu persönlich werden entrüstet sich Vanessa. Sie versteht nicht, was diese persönlichen Fragen mit ihrem Verhalten im Tunnel zu tun hat.

1211-Elektroden.jpg

Bevor Vanessa Damphousse den Versuch unternehmen kann, das Verhör abzubrechen, beruhigt Burke sie rasch, da er einerseits merkt, dass Vanessa am Ende ihrer psychischen Kräfte angekommen ist und er andererseits noch einen Versuch mit ihr unternehmen will, der etwas ungewöhnlich scheint. Mit Elektroden am Körper und verbundenen Augen auf einer Liege ruhend soll sie Burke schildern, was ihre momentanen bildlichen Eindrücke sind. Nach einer Weile sagt sie aus, etwas Fliegendes zu sehen. Sie beschreibt, Formen zu erkennen. Ohne es zu wissen beschreibt Vanessa eine Szene, die auf einem Monitor im Nachbarraum abgespielt wird. Burke, der zunächst fassungslos zuhört triumphiert stillschweigend bei dieser Aussage.

1212-Zeitlinie.jpg

Der Colonel setzt nach dieser ungewöhnlichen Befragungsmethode das normale Verhör fort. Er befragt Vanessa dazu, was sie von Menschen mit übersinnlichen Fähigkeiten hält. Die Pilotin erwidert darauf, dass sie solche Leute für Irre hält, die sich Tricks bedienen um ihrer Umwelt lediglich übersinnliche Fähigkeiten vorzugaukeln. Burke hingegen eröffnet der Frau, dass es sein Job sei, mit genau solchen Leuten zusammenzuarbeiten. Eindringlich fragt er Vanessa nochmal, ob sie es für möglich hält, dass es Menschen mit solchen Begabungen geben könnte.

Vanessa schließt dies rigoros aus, doch Colonel Burke konfrontiert sie damit, dass es ausschließlich diese Einstellung sei, die sie ihre eigene Fähigkeit verneinen lässt. Damphousse wehrt sich gegen die Möglichkeit, dass sie tatsächlich übersinnliche Fähigkeiten haben könnte. Im Anschluss zeigt Burke ihr die Szene, die sie beschrieben hat und er versucht sie davon zu überzeugen, dass sie die nur aufgrund einer übersinnlichen Begabung geschafft hat. Er behauptet beschwörend, dass die Pilotin eine Gabe habe, mit der sie in der Lage ist Leben zu retten, doch Vanessa lehnt den Gedanken, eine so große Verantwortung zu tragen, auch weiterhin ab.

1213-Brefeing.jpg

Es folgen einige Tests, bei denen sich Burkes Behauptung nicht zu bestätigen scheint. Dabei fordert Burke Damphousse auf, nicht zu denken, sondern lediglich zu reagieren. Burke erklärt Vanessa die physischen Zusammenhänge, zwischen Adrenalinausschüttung und der Steigerung der kognitiven Fähigkeiten. Er stellt die Überlegung an, dass Vanessas Fähigkeiten vermutlich nur in einem Moment größter Not wirksam werden und genau dorthin will er Vanessa bringen.

1214-VanessaBurke.jpg

Damphousse nimmt an der nächsten Missionsbesprechung teil. Die Wildcards sollen erneut auf Daedalus landen um wieder ein Höhlensystem zu erkunden. Dabei handelt es sich um einen Komplex, der von den Chigs als Munitionsdepot genutzt wird. Die Aufgabe der Staffel ist es, dieses Depot zu sprengen. Darüber hinaus wird Colonel Burke, der dem 7. Marines-Geschwader angehört, die Wildcards bis auf Weiteres bei allen Missionen in beobachtender Funktion begleiten wird. Vanessa macht auf dem Weg ihrem Unmut darüber Luft. Sie versichert Burke, dass er keine Ahnung hat, worauf er sich einlässt. Burke jedoch glaubt daran, zu finden was er sucht, auch wenn er die Ablehnung der übrigen Marines spürt.

1216-Landung.jpg

Nach der Landung auf Daedalus dringen die Marines in das Tunnellabyrinth ein. Nach einer Weile übernimmt Lubin die Führung. Plötzlich bemerkt Vanessa um Lubin dieselbe violette Aura, die sie beim letzten Einsatz wahrgenommen hat. Sie warnt Lubin und bittet ihn stehenzubleiben. Der jedoch ignoriert die Warnung und verschwindet um eine Tunnelecke. Gleich darauf schreit Lubin gellend auf. Bestürzt folgen die Kameraden ihm und erkennen, dass sich der Marine lediglich einen Scherz mit ihnen erlaubt hat.

Während Vansen das Kommando gibt den Weg fortzusetzen, befragt Burke Vanessa dazu, was genau sie gesehen hat. Er will Aufzeichnungen machen, wenn sie wieder etwas wahrnimmt, doch erneut lehnt es Vanessa ab, die Verantwortung für eine solche Gabe zu tragen. Außerdem glaubt sie, dass das Licht der Scheinwerfer im Tunnel, im Verbund mit der körperlichen Anstrengung, ihr einen Streich gespielt hat. Burke hingegen ist sich sicher, dass Vanessa über besondere Fähigkeiten verfügt und spornt sie an, weiterhin nicht darüber nachzudenken, sondern zu reagieren.

1219-Chig.jpg

Kurze Zeit später finden die Marines eine Falltür, nachdem Vanessa erneut die violette Aura um Lubin herum wahrnimmt. Lubin steigt zur Hälfte in den Schacht, als sich ihm aus dem tiefer gelegenen Tunnel ein Chig mit einer Schwertwaffe nähert. Der Chig verletzt Lubin so schwer, dass er nur wenige Augenblicke später stirbt. Währenddessen verlangt Burke eindringlich von Damphousse ihm zu beschreiben, was sie sieht. Sie erwidert, mit Tränen in den Augen und vollkommen verängstigt, dass sie überall um ihre Kameraden herum Farben sieht, wie zuvor bei Lubin. Sie ist sicher, dass noch einer aus dem Team sterben wird.

Als sich Vanessa schließlich Vansen anvertraut und ihr sagt, dass noch einer aus dem Team sterben wird, greift Shane Vansen energisch durch. Sie schwört ihre Teamkameraden darauf ein, auf ihre Ausbildung zu vertrauen und die Visionen von Damphousse zu ignorieren. Danach setzen die Marines ihren Weg zum Munitionsdepot fort. Dabei übernimmt Vanessa trotzig die Führung. Wenig später stößt sie auf einen Chig, den sie mit ihrem Kampfmesser im Nahkampf tötet.

1222-Depot.jpg

Schließlich entdecken die Marines das Depot in dem Höhlensystem. Mehrere Chigs halten sich dort auf. Als Vanessa erneut Vansen warnen will, reagiert die Kameradin ungehalten. Vansen fordert Vanessa dazu auf, ihnen dabei zu helfen, die Mission erfolgreich zu beenden. Die Marines infiltrieren daraufhin die Anlage und Vansen gibt den Kameraden Order, sich in Rotten zu zweit aufzuteilen und innerhalb von zehn Minuten die Sprengsätze anzubringen. Nur Burke bleibt allein am Treffpunkt zurück und hält dort die Stellung.

1226-Detonation.jpg

Nach bereits wenigen Minuten tauchen die Marines wieder am Treffpunkt auf. Lediglich Vanessa Damphousse fehlt noch. Als Colonel Burke bemerkt, dass ein Chig sie entdeckt hat und das Feuer auf sie eröffnet, springt er auf und rennt zu ihr, weil er sie unbedingt schützen will. Sie ist zu wichtig für seine Forschungen. Bei diesem Versuch wird Burke schwer verwundet. Als kurze Zeit später die ausgelegten Sprengsätze explodieren, flieht der Trupp, mit Burke im Schlepptau aus dem Kontrollraum. Sie schaffen es knapp, den Auswirkungen der Explosionen zu entkommen. Doch Burke erliegt wenig später seinen Verwundungen.

1228-Burkestirbt.jpg

Zurück auf der SARATOGA berichtet Damphousse Lieutenant-Colonel McQueen von den Ereignissen, während der Mission auf Daedalus. Sie legt dabei auch die Aufzeichnungen, die Burke während der Mission gemacht hat, auf den Tisch.

Als McQueen die Pilotin fragt, was sie damit zu tun gedenkt, fragt sie, ob sie die Verantwortung hat, Dinge zu verhindern, falls es ihr möglich sei. McQueen entgegnet dass, selbst wenn sie in der Lage wäre Dinge zu sehen ihre Verantwortung begrenzt sei, da sie diese Dinge nicht ändern kann. Vanessa nimmt daraufhin die Aufzeichnungen wieder an sich. Zunächst hat sie vor, diese Aufzeichnungen zu vernichten, doch sie besinnt sich anders und verstaut sie schließlich in ihrem Spind.

Zitate

(Colonel Matthew Burke zu Vanessa Damphousse)
"Die Menschen glauben, die Zeit ist eine gerade Linie. Mit Ausnahme unserer Gegenwart nehmen wir nichts wahr. Aber angenommen die Zeit wäre ein Kreis und Sie befänden sich in seinem Mittelpunkt, und Sie könnten jeden Punkt sehen, dem Sie sich zuwenden..."

(Lubin im Labyrinth zu Damphousse)
"Geh´ vor, Hasenfuß!"

(Damphousse zu Burke, als er von ihrer Gabe spricht)
"Die größte Gefahr, die einem Marine droht, ist der Zweifel. Das haben Sie erreicht. Wenn das eine Gabe sein soll, dann können Sie sie behalten."

(Colonel Matthew Burke zu Vanessa Damphousse, kurz vor seinem Tod)
"Wir alle müssen sterben, aber nicht jeder sieht es. Ich will sehen, was Sie sehen."


Vorherige Episode Nächste Episode
11. Wer überwacht die Vögel
13. Abschied für Immer


Nutzung von Community-Inhalten gemäß CC-BY-SA, sofern nicht anders angegeben.