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"Von der Erde aus würde man unser Schiff jetzt durch die Eridanus-Konstellation fliegen sehen. Auch "Fluss der Sterne" genannt. Ich weiß noch: Als ich ein kleiner Junge war - im Winter wurde es immer so früh dunkel. Ich sah ihn am Nachthimmel, wenn ich vom Basketball-Training nach Hause ging. Ich war froh, dass er Jahr für Jahr zurückkehrte. Wie gut, dass manche Dinge nie vergehen."

(Paul Jacob Wang)


AngriffAufTransporter

First-Lieutenant Paul Wang setzt sich mit einem historischen Bericht vom Beginn des Ersten Weltkriegs auseinander. Dabei stellt er fest, dass trotz aller Grausamkeiten in diesem Krieg, die Soldaten der damals verfeindeten Nationen zu Weihnachten aus den Schützengräben stiegen, um gemeinsam dieses Fest miteinander zu feiern. Auf den Tag genau 149 Jahre später scheint Wang der Gedanke, an ein solches Ereignis, abwegiger denn je.

Noch während Paul Wang darüber sinniert werden zwei Truppentransporter, darunter der, in dem sich Wang und seine Kameraden von der 58. Staffel befinden, von einer Staffel Chig-Jäger angegriffen. Vanessa Damphousse gibt die Zielangaben weiter. Indessen feuern Wang und Cooper Hawkes, mit den Abwehrgeschützen des Transporters, was das Zeug hält, auf die Jäger der außerirdischen Chigs, mit denen sie sich im Krieg befinden.

Vansenpilot

Im Cockpit des Transporters bekommt Shane Vansen, die als Pilotin des Transporters fungiert, mit, wie der begleitende Transporter, im Feuer der Chig-Jäger, in einer Energieorgie, explodiert. Verzweifelt versucht sie dabei, den angreifenden Jägern des Feindes kein Ziel zu bieten. Dennoch gelingt es einem der Chigs, den Antrieb des Transporters zu treffen und die linke Hauptsteuerdüse.

Der Truppentransporter beginnt, unkontrolliert zu rollen und ein heilloses Chaos bricht im Innern des Transport-Moduls aus. Nathan West, der Co-Pilot des Transporters, stellt die Schäden an Bord fest und setzt, über Funk, einen Notruf ab. Zu seiner gelinden Verwunderung lassen die restlichen Chig-Jäger von dem schwer angeschlagenen Transporter ab und ziehen sich zurück, während der Truppentransporter, steuerlos und schwer beschädigt, durch das All trudelt.

KomOffz

Es gelingt Nathan West schließlich das Trudeln des Transporters zu kompensieren und die Lage wieder zu stabilisieren. Allerdings wird dabei der gesamte Düsentreibstoff verbraucht, der für eine Landung notwendig wäre. Shane Vansen, seine Co-Pilotin, bestätigt West jedoch, dass er die richtige Entscheidung getroffen hat. West Versucht eine Funk-Verbindung mit der SARATOGA zu bekommen, doch er scheitert bei diesem Vorhaben.

Auf der SARATOGA zählt Lieutenant-Colonel McQueen die zurückkehrenden Transporter und bemerkt, dass einer von ihnen fehlt. Er befragt die zurückgekehrten Transporterpiloten, die ihm berichten, der vermisste Transporter habe noch ein Notsignal abgegeben. Im Anschluss spricht er mit dem Kommunikationsoffizier und verlangt die Funkprotokolle zu sehe. Außerdem will er, dass zehn Suchtrupps losfliegen um die Vermissten zu finden.

KellyAnnWinslow

Inzwischen stellen die Wildcards an Bord ihres hilflos dahin treibenden Transporters die Schäden fest und machen gleichzeitig eine allgemeine Bestandsaufnahme, um zu sehen, was noch funktioniert und welche Optionen ihnen dies lässt. Neben den Triebwerken ist auch der Computer ausgefallen. Die Schäden an den Funkantennen lassen sich nach Aussage von Vanessa Damphousse reparieren.

Lieutenant Kelly Anne Winslow trifft die Feststellung, dass man Energie einsparen muss, um längere Zeit überleben zu können. Vansen kümmert sich um die Koordination der Maßnahmen. Etwas deprimiert stellt sie fest, dass es, nach Standardzeit, zwölf Minuten nach Mitternacht ist, und somit bereits Weihnachten des Jahres 2063.

Funksignal

Gleich darauf fängt Vanessa ein schwaches Funksignal auf. Es stammt von McQueen, der versucht die Wildcards zu kontaktieren. Vanessa sendet umgehend eine Antwort, doch McQueens Reaktion bestätigt, dass man ihr Funksignal nicht empfängt.

An Bord der SARATOGA bestätigt der Funkoffizier Colonel McQueen, dass das Signal auf dem Transporter empfangen wird, aber keine Antwort erfolgt. Der CAG der SARATOGA gibt Anweisung festzustellen wo das Signal empfangen wird. Woraufhin der Funker zu bedenken gibt, dass man die Funksprüche auf dem Transporter zwar hören kann, man sie im Gegenzug auf dem Träger aber nicht empfängt. Und dass die Tatsache, dass das Signal empfangen wird nicht bedeutet, dass noch jemand da ist, der es hört. McQueen ist jedoch überzeugt davon, dass seine Piloten noch leben.

McQueenCommodore

Colonel McQueen lässt durchgeben, was man vermutet und dass man eine Suchaktion im Procyon-System durchführen wird. An Bord des Transporters stellt Paul Wang, mit Hilfe eines altertümlichen Sextanten, jedoch fest, dass sie sich nicht im Procyon-System befindet. Vansen ist dafür ein optisches Notsignal abzusetzen, was Wang jedoch für einen Fehler hält, da sich der Transporter bereits hinter der Von Braun-Linie befindet. Im Niemandsland zuwischen den verfeindeten Linien.

An Bord der SARATOGA verweigert der Commodore des Trägers, Glen van Ross zunächst das Aussenden von Rettungstrupps in eine "heiße" Zone. McQueen kann dem Flaggoffizier jedoch am Ende dazu bewegen, wenigstens drei Transporter für eine Suche zu entsenden.

Kelly2

Inzwischen sinkt die Temperatur im Innern des hilflos treibenden Transporters mehr und mehr. Winslow meldet Vansen, dass die Energiespeicher der Notstromaggregate fast leer sind. Dabei klingt sie wenig hoffnungsvoll. West stellt fest, dass es an Bord innerhalb von zwei Stunden Temperaturen von unter 0° Celsius haben wird, wenn die Lage sich bis dahin nicht signifikant ändert.

Zur Überraschung alles Insassen des Transporters empfängt man plötzlich die Titelmelodie einer alten terranischen TV-Serie, namens BATMAN. Vansen meint frustriert, mit beißender Ironie, dass man zusammenlegen soll um McQueen eine gute Therapie zu ermöglichen. Wang behauptet jedoch, das Signal käme nicht von McQueen. Er gibt zu beenken, dass seit den 1940er Jahren TV-Signale ins All gesendet werden und dass man dieses Signal rein zufällig empfängt.

Cockpit

Im nächsten Moment alarmiert ein Ausruf von Damphousse die Kameraden, dass sich eine Patrouille der Chigs nähert. Wang bestätigt dies bei einem Blick aus einem der Seitenfenster des Transporters. Die drei Chig-Jäger nehmen den Transporter jedoch nicht unter Feuer. Sie umkreisen ihn nur und fliegen dann mit unbekanntem Ziel weiter. Wang mutmaßt, dass die Jäger wiederkommen werden und dass sie nur mit ihnen spielen, wie eine Katze mit einer gefangenen Maus.

Einige Zeit später kauert Vansen auf dem Pilotensitz des Cockpits. Sie sinniert eine geraume Weile über ihre momentane Lage, bevor sie sich entschlossen erhebt und ihr Gepäck aus dem Fach nimmt. Zur allgemeinen Überraschung fördert Vansen einige einfach verpackte Päckchen zutage und verteilt sie an ihre Kameraden. Weihnachtsgeschenke, die zu "zufällig" dabei hat.

Vansenstehtauf

Gerührt öffnen die Kameraden ihre Päckchen und freuen sich über diese unerwartete Überraschung. Als Vansen West gegenüber, dem sie Socken geschenkt hat, erwähnt, dass es schwierig sei für ihn etwas passendes zu finden, da er nur seine vermisste Freundin Kylen Celina als Hobby habe, zieht sich West wortlos ins Cockpit zurück. Währenddessen erklären die Kameraden Cooper Hawkes, worauf das Weihnachtsfest sich begründet.

Einen Moment später bricht eines der Sauerstoffrohre und der Vorrat von zwei Stunden geht verloren. Vermutlich die Folge eines Gefechtsschadens. Vansen empfielt ihren Kameraden etwas zu schlafen, um auf diese Weise weniger Sauerstoff zu verbrauchen.

WangWache

Inzwischen laufen auf der SARATOGA von den Suchtrupps nur negativ lautende Berichte ein. McQueen lässt sich davon nicht entmutigen. Er sendet eine Ansprache der Astronauten zu dem vermissten Transporter, die von den Männern stammt, die zum ersten Mal zum Mond der Erde geflogen sind. Auf diese Weise, so hofft McQueen, kann er den Vermissten Mut machen.

Wenig später empfängt Paul Wang, der am Funkgerät Wache hält, ein Signal. Gleich darauf auch Morsezeichen, die er hastig notiert. Dieselben Signale werden auch auf der SARATOGA empfangen, wo McQueen ebenfalls mitschreibt. Aufgrund der empfangenen Signale stellt Wang von einem der Fenster des Transporters erneut Messungen mit dem Sextanten an. Er entdeckt einen Komet, der auf ihre Position zu hält.

Thruster1

An Bord der SARATOGA findet man inzwischen heraus, dass die Signale aus der Gegend von Epsilon-Eridanus abgestrahlt worden sind. Sie scheinen fehlerhaft zu sein, als würde der Absender den Code nicht richtig kennen. Dies stellt Wang, an Bord des Transporters ebenfalls fest. Vansen ist der Ansicht, dass eine kurze Zündung des Haupttriebwerkes sie aus dem Gefahrenbereich einer Kollision bringen würde, doch sie gibt auch zu bedenken, dass ohne die Steuerdüsen der Transporter ins Trudeln geraten wird.

Ein Funkspruch der SARATOGA bestätigt den Vermissten, dass man die seltsamen Funksignale auch dort empfangen hat. Nachdem der Commodore den Vermissten über Funk versichert, dass er nicht betrunken ist, spielt er ihnen auf seiner Gitarre ein Lied vor, um sie aufzumuntern. Mitten in die Übertragen wird erneut ein Morsecode-Signal gesendet. Wang findet heraus, dass es sich um Telemetrie-Daten handelt. Mit diesen Angaben ist es möglich in die Umlaufbahn des Kometen zu gelangen.

Weihnachtsfeier

Die Wildcards bringen das vordere linke Steuertriebwerk von Hand in die richtige Position um den Versuch starten zu können, die Umlaufbahn des Kometen zu erreichen, in dessen Gravitationsfeld sie in einen Raumsektor zurückkommen würden, in dem sie auf eigene Einheiten treffen.

Inzwischen überlegt man an Bord der SARATOGA, ob die aufgefangenen Signale eine Falle sind, oder nicht. Commodore Ross entschließt sich dazu, die 32. Staffel in die Nähe des Kometen zu entsenden. Sie findet schließlich den Transporter der Wildcards, die es geschafft haben, sich vom Komet auf sicheres Territorium ziehen zu lassen. Zurück an Bord nehmen die Wildcards in der Offiziersmesse an einer verspäteten Weihnachtsfeier teil. Dabei gesteht McQueen dem Commodore, dass er in diesem Jahr zwei Geschenke bekommen hat.

Zitate

(Bei der Beurteilung der aktuellen Lage an Bord des Transporters)
Cooper Hawkes: "Wir saufen ab!"
Kelly Ann Winslow: "Ich glaube, Hawkes will uns damit sagen, dass uns das Wasser bis zum Hals steht."

(Zu einem Brücken-Offizier)
Tyrus Cassius McQueen: "Sie sind da draußen. Ich spüre es."

(Über Funk zu den vermissten Soldaten, während er eine CD einwirft)
Tyrus Cassius McQueen: "Queen Six an Wildcards: Hier ist Ihr interstellarer Disk-Jockey, Colonel McQueen. Ich möchte Ihnen eine kleine Aufnahme vorspielen. Sie ist heute, vor genau 95 Jahren entstanden. Von den Männern, die zum ersten Mal den Mond umkreisten. Mein Weihnachtsgeschenk bekommen Sie noch. Ich werde Sie zurückholen."


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